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Aufsichtsrat vom 15.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 113
Dr. Laurenz Wieneke
Ein Unternehmen, das an den Kapitalmarkt strebt, hat grundsätzlich die Wahl zwischen dem regulierten Markt und dem Freiverkehr. Im regulierten Markt lässt sich der Prime Standard als Teilbereich mit erweiterten Zulassungsfolgepflichten vom General Standard trennen. Auch im Freiverkehr gibt es Qualitätssegmente, wie etwa den Entry Standard an der Börse Frankfurt oder den...
Aufsichtsrat vom 15.06.2010
, Heft 06
, Seite 89
Dr. Nicolas Himmelmann
Nachdem die Bayerische Landesbank (BayernLB) beim Übernahmedebakel der Hypo Alpe Adria Group (HGAA) insgesamt ca. 3,7 Mrd. Euro verlor, wurde u.a. auch der eigene Verwaltungsrat zur Zielscheibe öffentlicher Kritik. Wie im Nachgang zur Veräußerung der HGAA an die Republik Österreich diskutiert wurde, konnten bereits bei der Absegnung des Due Diligence-Berichts durch den Verwaltungsrat der BayernLB...
Aufsichtsrat vom 15.05.2010
, Heft 05
, Seite 74
Sabine Zindera und Anna Christina Kues
Korruption ist ein weit verbreitetes Phänomen, das gleichermaßen Gesellschaft, Politik und Regierung sowie deren öffentliche Auftraggeber und die Privatwirtschaft betrifft. Aktivitäten Einzelner haben jedoch vergleichsweise wenig Durchschlagskraft, grundlegende ethische Änderungen oder erhöhte Transparenz in öffentliche Ausschreibungen zu bringen. Genau...
Aufsichtsrat vom 15.04.2010
, Heft 04
, Seite 58
Thomas Kemper und André Schmidt
Bereits im März 2008 hatte das IASB ein Projekt zur vollständigen Überarbeitung der bestehenden Bilanzierungsregeln für Finanzinstrumente angekündigt und ein korrespondierendes Diskussionspapier "Reducing Complexity in Reporting Financial Instruments" herausgegeben. Insbesondere als Reaktion auf die prozyklischen Effekte, welche die Bilanzierungsregeln...
Aufsichtsrat vom 15.03.2010
, Heft 03
, Seite 41
Dr. Sebastian Schöll
Der Deutsche Rentenindex (REX) bildet den Markt der Staatsanleihen am deutschen Rentenmarkt ab. Der REX beinhaltet ausschließlich Anleihen, Obligationen und Schatzanweisungen der Bundesrepublik Deutschland, des Fonds Deutsche Einheit und der früheren Treuhandanstalt mit einer festen Verzinsung und einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr bis zu höchstens zehn Jahren....
Aufsichtsrat vom 15.02.2010
, Heft 02
, Seite 25
Dr. Dorothea Bedkowski
In guten Zeiten ist die Aktiengesellschaft als volkswirtschaftliches Kapitalsammelbecken unverzichtbar. In schlechten Zeiten erweist sich die Eigenkapitalbeschaffung über den Markt für die Unternehmenspraxis oft als letzter Ausweg. Zugleich ist im Umgang mit den Investoren gerade dann äußerste Sensibilität gefragt. Zeichnen sich Börsengänge und Kapitalerhöhungen generell...
Aufsichtsrat vom 15.01.2010
, Heft 01
, Seite 9
Kati Beiersdorf
Nach langjähriger Entwicklung hat das Interna-tional Accounting Standards Board (IASB) im Juli 2009 einen Rechnungslegungsstandard für kleine und mittelgroße Unternehmen veröffentlicht. Dieser International Financial Reporting Standard for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SMEs) orientiert sich an den Bedürfnissen nicht-kapitalmarkt-orientierter Unternehmen. Der IFRS...
Aufsichtsrat vom 15.12.2009
, Heft 12
, Seite 178
Dr. Klaus Ulrich Schmolke
Der Begriff des Klumpenrisikos beschreibt Konzentrationsrisiken in Anlageportfolios, namentlich Kreditportfolios. Die Bezeichnung stammt ursprünglich aus dem Bankenbereich, wo man seit Langem um die Gefahren solcher Konzentrationsrisiken weiß. Regulierungsmaßnahmen zu ihrer Eindämmung waren daher bislang vor allem aus dem Bankaufsichts- sowie dem Investmentrecht bekannt. Im Zuge der Aufarbeitung...
Aufsichtsrat vom 15.11.2009
, Heft 11
, Seite 162
Dr. Martin Wittmann
Im Rahmen guter Corporate Governance nimmt die Tätigkeit des Aufsichtsrats eine zentrale Stellung ein. Neben der Qualifikation seiner Mitglieder sind auch weitere Eigenschaften für eine effektive Wahrnehmung der Organfunktion von Bedeutung. Hierzu gehört die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, welche regelmäßig dann in der Öffentlichkeit thematisiert wird, wenn ein Wechsel...
Aufsichtsrat vom 15.10.2009
, Heft 10
, Seite 145
Rudolf X. Ruter
Am 01.07.2009 hat die Bundesregierung die "Grundsätze guter Unternehmens- und Beteiligungsführung im Bereich des Bundes" verabschiedet und ist damit einer bereits seit Jahren erkannten Notwendigkeit nachgekommen. Bei den aus drei Teilen bestehenden Grundsätzen handelt es sich teilweise um die zwar bereits seit Langem existierenden, nun jedoch aktualisierten "Hinweise für gute...
Aufsichtsrat vom 15.09.2009
, Heft 09
, Seite 130
Prof. Dr. Martin Wenz und Matthias Langer
Am 10.03.2009 hat das EU-Parlament den durch den Rechtsausschuss geänderten Kommissionsvorschlag für eine Verordnung des Rates über das Statut der Europäischen Privatgesellschaft (Societas Privata Europaea, SPE) mit großer Mehrheit angenommen. Die neue supranational-europäische Rechtsform stellt einen wichtigen Baustein des sog. Small Business Act...
Aufsichtsrat vom 15.07.2009
, Heft 07-08
, Seite 114
Sebastian Schöll
Im Juli 2009 begeht die Börse Stuttgart das zehnjährige Jubiläum des Handelssegments EUWAX, der größten börslichen Handelsplattform für verbrieft e Derivate in Europa. Die EUWAX bietet einen börslich überwachten und reglementierten Rahmen für den Derivate-Handel. Aufgrund der Gebührenstruktur und der Möglichkeit des Handels kleiner Stückzahlen ist der Handel von verbrieft...
Aufsichtsrat vom 15.06.2009
, Heft 06
, Seite 89
Dr. Ingo Natusch
Chinese Wall ist die aus dem anglo-amerikanischen Raum stammende und ins Deutsche übernommene Bezeichnung für Informationsbarrieren innerhalb von Banken, die als Wertpapierdienstleistungsunternehmen gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) tätig sind. Der Begriff lehnt sich an die Chinesische Mauer als Sinnbild für Größe und Stärke und ihre Fähigkeit an, zwei Seiten wirkungsvoll...
Aufsichtsrat vom 15.05.2009
, Heft 05
, Seite 74
Prof. Dr. Christoph Kaserer
Seit Kurzem feilt eine Arbeitsgruppe im Bundesfinanzministerium an einer Bad-Bank-Lösung, die bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Aktuell sind allerdings lediglich gerüchteweise einige Rahmendaten der avisierten Lösung bekannt. So sollen die Banken die Möglichkeit bekommen, Risikopapiere auf eine Zweckgesellschaft zu einem noch festzulegenden Zeitwert...
Aufsichtsrat vom 15.04.2009
, Heft 04
, Seite 58
Dr. Thomas Strieder
Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) soll ein "Financial Expert" für den Aufsichtsrat bestimmter Unternehmen vorgeschrieben werden. Nach dem DCGK hat bereits derzeit der Aufsichtsrat börsennotierter AG einen Prüfungsausschuss zu bilden. Der Ausschussvorsitzende soll über "besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen...
Aufsichtsrat vom 15.03.2009
, Heft 03
, Seite 42
Dr. Christoph Weichsler
Die Kreditbörse RMX AG ging im Jahr 2005 aus der Fusion der Warenterminbörse Hannover und der Deutschen Kreditbörse München hervor. Die RMX hat eine öffentlich-rechtliche Eigentümerstruktur und unterliegt der Börsenaufsicht des Landes Niedersachsen. Aus dieser Position heraus hat die RMX eine webbasierte Handelsplattform geschaffen, die für die am Kreditmarkt aktiven...
Aufsichtsrat vom 15.02.2009
, Heft 02
, Seite 25
Prof. Dr. Claus Luttermann
Die Weltwirtschaftskrise rückt die Währungsordnung ins Licht der Öffentlichkeit. Wir blicken von Schuldenbergen in tiefe Abgründe: Banken, Märkte und Finanzsysteme kollabieren. Pleitewellen, Massenarbeitslosigkeit und Staatsbankrotte drohen. Notenbanken fluten die Erde mit billigem Geld, Vertrauensschwund erfasst den US-Dollar. Damit kommen Reformgedanken für das...
Aufsichtsrat vom 15.01.2009
, Heft 01
, Seite 9
Dr. Markus Roth
Die Corporate Governance deutscher Banken findet trotz der Finanzkrise bislang relativ wenig Beachtung. Dies überrascht, steht doch die Neuordnung der Landesbanken auf der Agenda und kennt das deutsche Recht gerade bei ihnen neben dem Aufsichtsrat den Verwaltungsrat als oberstes Leitungsorgan. Damit nehmen die öffentlichrechtlich organisierten Landesbanken und Sparkassen in...
Aufsichtsrat vom 15.12.2008
, Heft 12
, Seite 177
Dr. Christian Zwirner
Der Fair Value stellt den zentralen Bewertungsmaßstab in der IFRS-Rechnungslegung dar. Er soll richtige, zeitnahe und faire Werte generieren. Jeder Bilanzadressat muss sich allerdings der Gefahr einer bestehenden Erwartungslücke zwischen diesem an den Wertmaßstab gestellten Anspruch einerseits und seiner Bedeutung für die Qualität und Aussagekraft der Rechnungslegung...
Aufsichtsrat vom 15.11.2008
, Heft 11
, Seite 162
Prof. Dr. Bernd Rudolph und Martin Jaron
Im Zuge einer sich verschärfenden Finanzkrise haben Behörden weltweit Einschränkungen oder Verbote von Leerverkäufen verhängt. Bei Leerverkäufen, die im angelsächsischen Sprachraum als "short selling" bezeichnet werden, spekulieren Akteure auf fallende Kurse und verkaufen Aktien, die sie nicht besitzen. Voraussetzung für einen Leerverkauf am Kassamarkt...
Aufsichtsrat vom 15.10.2008
, Heft 10
, Seite 145
Sebastian Schöll
Am 25.03.2008 hat die Deutsche Börse AG den DAX International 100 und den DAX International Mid 100 etabliert. Die Indizes enthalten die liquidesten Werte aus dem Prime Standard, dem General Standard und dem Entry Standard. Durch Bezugnahme auf diese Standards sind sowohl nationale als auch internationale Unternehmen angesprochen. In die DAX-International-Indizes werden Unternehmen...
Aufsichtsrat vom 15.09.2008
, Heft 09
, Seite 130
Christiane Hölz
Eine wirksame Kontrolle durch die Aktionäre ist eine Grundvoraussetzung für eine solide Unternehmensführung und sollte daher erleichtert und gefördert werden. Doch so einfach die Ausübung des Stimmrechts auf nationaler Ebene ist, so kompliziert wird es, wenn ein Stimmrecht jenseits der Grenzen ausgeübt werden soll. In vielen europäischen Ländern bestehen Hindernisse für Aktionäre,...
Aufsichtsrat vom 15.07.2008
, Heft 07-08
, Seite 113
Dr. Patrick Sinewe und Dr. David Witzel
Europaea (SE) besteht eine Wahlmöglichkeit im Hinblick auf die Ausgestaltung der Unternehmensleitung. So kann eine SE einerseits - wie in Mitteleuropa üblich - durch einen Vorstand und einen Aufsichtsrat oder andererseits - wie im angelsächsischen Rechtsraum - durch einen Verwaltungsrat geleitet werden. Das gründende Unternehmen hat somit eine Entscheidungsmöglichkeit...
Aufsichtsrat vom 15.06.2008
, Heft 06
, Seite 89
Dr. Evelyn Klasen
Die AG-Satzungen sehen häufig vor, dass die Versammlungsleitung der Hauptversammlung (HV) dem Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt. Hierzu wird in der Regel, sofern es sich nicht um eine sehr kleine HV oder gar um eine Vollversammlung handelt, ein umfassender Leitfaden für den Vorsitzenden erstellt, der diesem als "Sprechzettel" dient. Diese Leitfäden sehen hinsichtlich der...
Aufsichtsrat vom 15.05.2008
, Heft 05
, Seite 74
Claudia Andresen
Zu den aktuell diskutierten Begriffen im Zusammenhang mit Hauptversammlungen zählt der Begriff "Internationaler Stimmrechtsvertreter" bzw. "Internationaler Stimmrechtsberater". Insbesondere die Bezeichnung "ISS" (International Shareholder Services) findet als Schlagwort vielfach Verwendung und wirft die Frage auf, was sich konkret dahinter verbirgt. In der Tagespresse wurde...
Aufsichtsrat vom 15.04.2008
, Heft 04
, Seite 58
Dr. Daniel Lochner
Dr. Daniel Lochner Quellen zum Thema 4 Mock, DB 2008, S. 393 ff. 4 Verhoeven, ZIP 2008, S. 245 ff. 4 Lochner, § 147 AktG, in: Heidel (Hrsg.), Aktienrecht, 2. Aufl., Baden-Baden 2007. 4 OLG München, Urteil vom 28.11.2007, 7 U 4498/07, ZIP 2008, S. 73. 4 LG München I, Urteil vom 04.10.2007, 5 HKO 12615/07, ZIP 2007, S. 2420. Dr. Daniel Lochner, Rechtsanwalt der Kanzlei Meilicke...
Aufsichtsrat vom 15.03.2008
, Heft 03
, Seite 42
Dr. Hans Schaefer
Aktionäre sollen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahrnehmen und dort ihr Stimmrecht ausüben (vgl. Ziffer 2.1.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, im Folgenden DCGK). Allerdings haben sich die Zeiten, in denen sich die Aktionäre mit dieser passiven Rolle begnügten, geändert. Die Aktionäre werden zunehmend selbst aktiv. Sie verlangen mehr Mitspracherechte und Einflussnahme...
Aufsichtsrat vom 15.02.2008
, Heft 02
, Seite 25
Prof. Dr. Walter Bayer und Dipl.-Kfm. Thomas Hoffmann
Sie ist zwar (noch) selten anzutreffen - aber man stößt nach einiger Suche im so genannten "Dritten Sektor" durchaus auf sie: die gemeinnützige AG. Auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich, steht doch eine AG in der Öffentlichkeit schlechthin als Symbol für gewinnorientiertes kapitalistisches Wirtschaften und nicht für Gemeinnutz. Für die Gründer der gemeinnützigen "Schaubühne Lindenfels AG"...
Aufsichtsrat vom 15.01.2008
, Heft 01
, Seite 9
Dr. Marc Henze und Dr. Lars Karsten
Nachdem Anfang 2000 die Rahmenbedingungen eines Widerrufs der Börsenzulassung, des Delisting, in der Diskussion standen, ist nunmehr die Beendigung eines Dual Listing eines Emittenten, insbesondere bei einer Zweitnotierung an einer US-amerikanischen Börse, in den Blickpunkt des Interesses gerückt. Gerade die jüngsten Fälle, wie der Rückzug der SGL Carbon...
Aufsichtsrat vom 15.12.2007
, Heft 12
, Seite 178
Andreas Mutzel
Unter dem Subprime-Markt versteht man einen "unter erstklassigen"- also zweitklassigen - Immobilienmarkt. In den USA gestattet ein derartiger Markt private Immobilienfinanzierungen - anders als in Deutschland - auch bei unzureichenden Vermögens- und Einkommensverhältnissen sowie schlechter Besicherung. Dieser Markt funktionierte so lange, wie die Immobilienpreise stetig stiegen...
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