Gastkommentare

Weniger Vorschriften, mehr Vertrauen

Stimmen wir nicht alle darin überein, dass es zu viele Vorschriften gibt, die Unternehmertum lähmen und unsere Wettbewerbsfähigkeit behindern? Offenbar nicht, denn anders ist nicht zu erklären, dass auch die neue Bundesregierung das Wachstum des Regelgestrüpps nach allen Kräften fördern will. Unverändert kraftvoll unterstützt wird sie dabei von der Brüsseler Bürokratie. Unternehmen und ihre Verbände begehren zwar regelmäßig dagegen auf, aber mit mäßigem Erfolg. Und nicht immer gehen sie mit gute

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Aus der Welt der Wirtschaft in den gemeinnützigen Aufsichtsrat

Wenn ein Unternehmer oder eine Führungskraft aus der Wirtschaft durch die Pforten einer gemeinnützigen Organisation tritt, dann erwacht er in einer anderen Welt. Ganz so ist es nicht, aber es ist etwas dran. Was wir heute als „Unternehmen“ der Sozialwirtschaft, des Gesundheitswesens, der Kultur, des Schulwesens oder anderer gesellschaftlicher Bereiche kennen, das ist aus zwei Traditionssträngen zusammengewachsen. Strang eins führt zu den idealistischen Anfängen sozialer, kirchlicher oder sonstig

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Rote Ampeln für den Aufsichtsrat

Die Straßenverkehrsordnung kennt unter § 37 StVO (Wechsellichtzeichen) die Bestimmung: „Rot ordnet an: `Halt vor der Kreuzung´“. Eine Bestimmung, die auch den meisten Aufsichtsräten durchaus vertraut sein sollte. Die Farbfolge „Rot-Gelb-Grün“ begegnet vielen Gremienmitgliedern aber nicht nur im Straßenverkehr – den nicht wenige überwiegend aus dem privacy-verglasten Fond ihrer häufig chauffierten Limousinen höchstens im Ausnahmefall wahrnehmen werden. Nein, dieser farbliche Dreiklang hat schon l

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Kommunikation zwischen Aufsichtsrat und Mitarbeitern

Ist Ansprechpartner des Aufsichtsrats nur der Vorstand oder dürfen die Mitglieder des Aufsichtsrats oder zumindest der Aufsichtsratsvorsitzende sich auch unmittelbar an die Mitarbeiter des Unternehmens wenden? Kann der Aufsichtsratsvorsitzende oder gar jedes Aufsichtsratsmitglied vom Compliance Officer Auskunft über dessen Tätigkeit verlangen? Die Antworten scheinen schlicht und einfach – sind es aber nicht. Bei näherer Betrachtung zeigt sich nämlich, dass Recht und Wirklichkeit weit auseinander

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Gefährliche Nähe

An jedem Skandal ist (auch) der Aufsichtsrat schuld. Die reflexartige Diagnose haben Medien auch in diesem Jahr vielfach gestellt. Bei der Pleite von Air Berlin, der Hängepartie um den Chef der Deutschen Börse, den Turbulenzen um den Pharmahersteller Stada und immer wieder der Aufarbeitung des Abgasskandals von VW tauchte fast zwangsweise auch die Frage nach Rolle und Verantwortung des Kontrollgremiums auf. Meist wird diese eindeutig beantwortet. „Das Versagen der Aufsichtsräte“ titelte etwa die

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Grenzüberschreitungen: Zu wenig und zu viel vom Aufsichtsrat

Die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats sind zwar im Aktiengesetz klar geregelt und durch den Deutschen Corporate Governance Kodex konkretisiert, dennoch gewinnt man den Eindruck, dass sich die Verstöße häufen. Sie sind teilweise so elementar, dass es scheint, als würden sie wissentlich in Kauf genommen und seien zudem persönlichen Zielen geschuldet. In den meisten dieser Fälle mangelt es an der gebotenen Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat. So ist der Niedergang der Deutschen Ba

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La grande illusion

Seit gut 20 Jahren ist Corporate Governance ein Thema von öffentlichem Interesse geworden. Seitdem haben sich zwei verschiedene Denkschulen etabliert, die man verkürzt als Outsider und Insider bezeichnen könnte. Outsider sind Akademiker, Berater und Regulierer, die die Qualität der Unternehmensaufsicht bewerten, meist ohne selbst Mitglied von Aufsichtsräten zu sein. Insider sind die Mandatsträger, Aufsichtsräte und Vorstände von Unternehmen, die in den jeweiligen Organen Verantwortung tragen und

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Keine Politik im Aufsichtsrat!

Skandale sind in der Regel ein hilfreicher Treiber für Veränderungen. Im Augenblick kann man dies bei VW beobachten: Bisher war kaum Kritik daran laut geworden, dass dem Land Niedersachsen als Minderheitsaktionär ein Entsendungsrecht für zwei Mitglieder des Aufsichtsrats zustand und von diesem Recht durch Entsendung von Spitzenpolitikern, zuletzt des niedersächsischen Ministerpräsidenten und eines weiteren Ministers, Gebrauch gemacht wurde. Heute dagegen überbieten sich die Beteiligten mit Vorsc

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