Gastkommentare

Mein Name ist Hase …

Univ.-Prof. Dr. Dr. Manuel R. Theisen Der Hüpfer hat in seiner Version als Osterhase gerade ja mal wieder saisonal ausgedient. In den Schokoladenfabriken wird er wohl in den nächsten Monaten abgestrippt, so eine gängige Kindervorstellung, und in den Purpur des Weihnachtsmanns eingewickelt. Bedauerlicherweise aber scheint ein Verwandter „im Geiste“ dieses niedlichen Mümmelmanns auf nicht irrelevanten Etagen zunehmend eine Ganzjahressaison ins Auge zu fassen: auf der Etage der Unternehmenslenker

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Board of Directors – Kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit

Egon L. Lacher In den letzten Jahren hat sich die Diskussion um die Frage der Notwendigkeit von Beiräten (oder vergleichbaren Gremien) insbesondere für mittelständische Familienunternehmen in Deutschland verstärkt. Und zwar mit gutem Recht! Der Beirat ist aus vielen mittelständischen Gesellschaften nicht mehr wegzudenken. Jedes zweite Familienunternehmen in Deutschland profitiert inzwischen von der Expertise eines Beirats oder eines vergleichbaren Gremiums. Die Aufgaben sind komplexer geworden:

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Vorschläge zur Änderung des DCGK

Prof. Dr. Wilhelm Haarmann Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat am 13.10.2016 Vorschläge zur Änderung des DCGK beschlossen und bis zum 15.12.2016 um Stellungnahmen gebeten. Diese Stellungnahmen wurden – was eine begrüßenswerte Neuerung ist – auf der Homepage der Kommission eingestellt. Auf einzelne Vorschläge soll im Folgenden in aller Kürze eingegangen werden. Die Kommission schlägt vor, die Präambel des DCGK um das Leitbild des „Ehrbaren Kaufmanns“ und damit den

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Ausbildungspflicht für Nachfolger

Dr. Christoph Achenbach Die Themen Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung stehen seit einiger Zeit im Fokus vieler Diskussionen über die Verantwortung von Beiräten und Aufsichtsräten. Die Forderung hat mittlerweile sogar Eingang in den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gefunden – die Formulierung ist allerdings butterweich: „Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Dabei sollen sie von der

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Wenn die Kontrolle fehlt

Karl-Heinz Büschemann Ändert sich manches nie? Die Führungskultur in den großen deutschen Konzernen erfüllt inzwischen meist internationale Standards. Mit der Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Praxis der Konzernführung deutlich besser geworden. Aber es gibt noch immer erstaunliche Mängel. Zum Beispiel bei VW, Siemens und Linde. Die drei Spitzenkonzerne im DAX vermitteln den Eindruck, dass in Fragen der Konzernführung noch einiges im Argen liegt. Sie stehen mit Versäumnissen

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Hoch qualifiziert, aber geringe Berufungschancen

Univ.-Prof. Dr. Dr. Manuel R. Theisen Unter dem Eindruck der Befragungsergebnisse der „Der Aufsichtsrat“-Autorinnen Eck-Philipp/Krämer, die wir im letzten Heft publiziert haben (s. „Der Aufsichtsrat“ 2016, S. 141 ff.), hatten wir uns zu einem Experiment entschlossen: Im Rahmen der jährlichen Panel-Befragung (s. S. 154 ff. in diesem Heft), die dieses Jahr zum Thema Aufsichtsratsbesetzung durchgeführt wurde, haben wir die Teilnehmer mit einem konkreten, aber fiktiven Bewerbungsfall konfrontiert

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Aufsichtsrat: Sonnengott oder Höllenjob?

Univ.-Prof. Dr. Dr. Manuel R. Theisen Die Berichterstattung über die Arbeit deutscher Aufsichtsräte wird immer wieder und nicht selten zu Recht kritisiert: Der Aufsichtsrat und namentlich die jeweiligen Vorsitzenden als deren Sprecher werden häufig nur zitiert, wenn es um ein vermeintliches Mitverschulden an Unternehmenskrisen oder gar ein behauptetes Mitversagen im Amt geht. Und in die Schlagzeilen gerät ein Aufsichtsrat erst, wenn er vor die Schranken eines Gerichts gezerrt zu werden droht.

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Raus aus dem Vereinsrecht: Der Profisport braucht eine Corporate Governance!

Dr. Karl-Friedrich Raible Dr. Daniel Rubner Was haben IOC, DOSB, FIFA und DFB gemeinsam? Sie reklamieren das Alleinvertretungsrecht für den Sport bzw. ihre Sportart, sie werden in der Regel von einer Riege langjähriger Weggefährten präsidiert, sie verfügen aufgrund der Vergabe von Fernsehrechten und Sponsoring über viel Geld – und sie werden in der Rechtsform des Vereins geführt. Unbestritten bedarf es schlagkräftiger Organisationen, die einerseits die Belange der Basis des Breitensports

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