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    20. Aufsichtsrats-Panel: Wie krisenfest sind deutsche Aufsichtsräte?


    Aufsichtsrats-Panel: Wie ist es um die Krisenfestigkeit der deutschen Aufsichtsräte in Zeiten von Corona bestellt? | ©NicoElNino/istockphoto.com

    Bereits zum 20. Mal wurde unser Aufsichtsrats-Panel in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte durchgeführt. In diesem Jahr sind wir der Frage auf den Grund gegangen, wie es um die Krisenfestigkeit der deutschen Aufsichtsräte in Zeiten von Corona bestellt ist. 74 Aufsichtsratsmitglieder, die insgesamt 220 Gesellschaften vertreten, gaben ihre Einschätzungen und Erfahrungen zu der Frage „Krisenresilienz durch gute Corporate Governance?“ ab.

    Aufsichtsräte bescheinigen sich selbst gutes Krisenmanagement

    Ein Großteil der befragten Mandatsträger (65%) ist von der Corona-Krise mittel bis stark betroffen. Es gibt aber mit knapp 18% ebenso viele stark Betroffene wie „Krisengewinnler“. Neben Personal- und Gesundheitsmaßnahmen und den Themen Liquidität bzw. Liquiditätssicherung befassen sich die Aufsichtsräte vorrangig mit der Digitalisierung ihrer Arbeit und Kommunikation.

    Nahezu 90% der befragten Aufsichtsräte sind mit ihrer bisherigen Krisenarbeit zufrieden bzw. sehr zufrieden. Vor allem die Begleitung bzw. Stärkung des Vorstands in offener, kompetenter und hochfrequenter Diskussion wurde als bedeutend und sehr positiv genannt. Gut die Hälfte der Befragten gab an, dass sich ihre Arbeitsweise „merklich“ verändert hat. Zudem sieht sich mehr als die Hälfte in der aktuellen Situation verstärkt in die Pflicht genommen.

    Gemischte Erfahrungen mit virtuellen Hauptversammlungen

    Nahezu 80% der befragten Aufsichtsräte haben erste Erfahrungen mit einer virtuellen Hauptversammlung sammeln können. Ein Drittel bewertet diese vorwiegend positiv, ein gutes Viertel hat eher negative Erfahrungen gemacht, die größte Gruppe zeigte sich in ihrer Bewertung ambivalent. Auf die Frage nach der zukünftigen Gestaltung der Hauptversammlungen zeigte sich eine gemischte Lage: Knapp die Hälfte der Befragten wünscht zukünftig eine Hybrid-Form, fast jeder Fünfte möchte wieder zurück zur Präsenz als einzige Durchführungsform. Und überraschende 45,9% wollen eine grundsätzliche Reform.

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    Eine Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie sich hier downloaden.


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