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6,7 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr


Der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen setzt sich fort. Zuletzt hatte es im 1. Quartal 2010 einen Anstieg gegeben. Seitdem war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stets niedriger als in den entsprechenden Vorjahresquartalen. | © Marco2811/fotolia.com

Im ersten Halbjahr 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 10.246 Unternehmensinsolvenzen, das waren 6,7 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im ersten Halbjahr 2017 mit 1.793 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 1.712 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 1.144 Insolvenzanträge gemeldet.

Forderungen lagen bei 9,4 Milliarden Euro

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im ersten Halbjahr 2017 auf knapp 9,4 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2016 hatten sie bei rund 16,0 Milliarden Euro gelegen.

Sonstiges Insolvenzgeschehen

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 48.142 übrige Schuldner im ersten Halbjahr 2017 Insolvenz an (-5,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016). Darunter waren 36.123 Insolvenzanträge von Verbrauchern und 10.180 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

(Statistisches Bundesamt / Viola C. Didier)


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