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Digitalisierung der Abschlussprüfung gewinnt an Bedeutung


Ein Schwerpunkt der Studie ist in diesem Jahr die Digitalisierung der Abschlussprüfungen. | ©Coloures-Pic/fotolia.com

Die Digitalisierung der Abschlussprüfung gewinnt an Bedeutung. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Digitalisierung im Rechnungswesen 2019“ von KPMG und der Ludwig-Maximilians-Universität München, für die CFO’s, Chief Accountants und andere leitende Führungskräfte aus 151 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Die meisten der befragten Unternehmen teilen die Einschätzung, dass die Digitalisierung der Abschlussprüfung an Bedeutung gewinnt. So gehen 78 % davon aus, dass die Datenanalyse im Hauptbuch in naher Zukunft „wichtiger“ bis „sehr wichtig“ werden wird. Beim Nebenbuch sind es 75 %. Die Hälfte der Befragten erwartet auch entsprechende Visualisierungen über Process Mining in der Abschlussprüfung.

Gesteigerte Erwartungshaltung durch Digitalisierung

„Die Ergebnisse zeigen, dass durchaus eine gesteigerte Erwartungshaltung an den Einsatz neuer Technologien in der externen Abschlussprüfung besteht. Unregelmäßigkeiten und Auffälligkeiten lassen sich hier mit technischer Unterstützung schnell erkennen“, erklärt Dr. Markus Kreher, Head of Finance Advisory bei KPMG.

Digitaler Wandel im Rechnungswesen macht zögerliche Fortschritte

Die Umfrage zeigt aber auch: Neue Technologien breiten sich bisher nur zögerlich aus. Zwar testen viele Unternehmen Big-Data-Analysetools, Self-Service Reporting und In-Memory-Datenbanken oder planen, diese einzuführen. Software Bots und Machine Learning werden hingegen nur vereinzelt eingesetzt, während Blockchain für die Mehrheit der Befragten derzeit überhaupt kein Thema ist. Auch die Digitalisierung des Rechnungswesens schreitet weiterhin voran – stetig, aber langsam. Für die meisten Finanzabteilungen hat es immer noch Vorrang, dem digitalen Wandel den Weg zu bereiten – indem sie etwa Basissysteme vereinheitlichen und Arbeitsabläufe standardisieren.

(KPMG / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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