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Exportschub trotz politischer Risiken

Wachstum, growth, Trend
Die vorliegenden Ergebnisse deuteten auf eine weitere Verlängerung der Wachstumsphase hin. | © Sondem/fotolia.com

Trotz wirtschaftspolitischer Unsicherheiten erhöht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) seine Wachstumsprognose für 2017, die im Herbst noch bei 1,2 Prozent gelegen hatte, auf Grundlage seiner aktuellen Konjunkturumfrage auf nunmehr 1,6 Prozent.

“Die Geschäftslage der Unternehmen ist besser als gedacht”, berichtete DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben von den Ergebnissen der Erhebung. “Auch die Erwartungen für die kommenden Monate hellen sich wieder etwas auf.” Die Auftragsbücher seien “gut gefüllt”, so Wansleben weiter, und: “Wachsende wirtschaftspolitische Befürchtungen schlagen bisher kaum auf die Geschäfte durch. Der Export belebt sich unter dem Strich wieder.”

Industrie als Gewinner

Davon und von den hierzulande allmählich wieder anziehenden Investitionen profitiere vor allem die Industrie. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft erhalte somit einen neuen Impuls. Konsum und Bau liefen “weiterhin gut”, so ein weiteres Resultat der DIHK-Konjunkturumfrage vom Jahresbeginn 2017, für die die Industrie- und Handelskammern rund 27.000 Unternehmensantworten ausgewertet haben. Berücksichtige man bei der neuen Wachstumsprognose von 1,6 Prozent für 2017 die im laufenden Jahr geringere Zahl von Arbeitstagen, bleibe die Dynamik gegenüber 2016 unverändert, sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Die Beschäftigung wachse: “2017 erwarten wir nochmals 350.000 neue Stellen.”

International agierende Unternehmen skeptisch

Allerdings befürchten der Umfrage zufolge mehr Betriebe – gerade in international orientierten Branchen – eine Verschlechterung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Zu den Risiken zählen die Unternehmen den künftigen Kurs der US-Regierung, den Brexit oder die Stabilität der Eurozone, aber auch steigende Rohstoffkosten und – allem voran – den Fachkräftemangel. “Vorerst überwiegt für viele Unternehmen jedoch die positive Entwicklung der Nachfrage”, so Wansleben.

(DIHK / Viola C. Didier)


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