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Familienunternehmen sind optimistischer als börsennotierte Konzerne


Zuversicht im Mittelstand: 86 Prozent der mittelständischen Top-Manager weltweit bewerten die Wachstumschancen ihres Unternehmens positiv. | ©Maksim Kabakou/fotolia.com

Zum ersten Mal seit fünf Jahren beurteilen die Chefs von Familienunternehmen und mittelständischen Gesellschaften ihre Wachstumsaussichten für die kommenden zwölf Monate deutlich optimistischer als die CEOs börsennotierter Konzerne.

86 Prozent der weltweiten Familienunternehmer sind zuversichtlich, aber nur 51 Prozent der Konzernchefs. Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse „Undaunted, but underprepared?“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, eine Auskopplung des 20. CEO-Survey von PwC, für den weltweit 1.379 CEOs interviewt wurden, darunter 781 Geschäftsführer und Inhaber mittelständischer Unternehmen. Zu der guten Stimmung passt, dass 55 Prozent der mittelständischen Unternehmer im kommenden Jahr mehr Mitarbeiter einstellen wollen (Vorstände börsennotierter Unternehmen: 48 Prozent)

Blick auf die Globalisierung ist skeptisch

Dennoch glauben nur 30 Prozent der Lenker von Familienunternehmen und mittelständischen Gesellschaften an ein globales Wirtschaftswachstum. Das ist zwar ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (28 Prozent). Der Wert liegt jedoch deutlicher niedriger als 2014 (37 Prozent) und 2013 (43 Prozent). Rund 57 Prozent der Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen sind zudem der Meinung, dass der globale Wettbewerb und der freie Welthandel aufgrund nationaler Abschottungstendenzen immer schwieriger werden. Diese Sorge ist bei den inhabergeführten Unternehmen sogar noch stärker ausgeprägt (66 Prozent).

Technologischer Wandel wird schneller

Einen großen Einfluss sehen die Befragten im technologischen Wandel. 29 Prozent der befragten Familienunternehmen und mittelständischen Gesellschaften sind der Meinung, dass neue Technologien den Wettbewerb in ihrer Branche schon heute komplett verändert haben, 74 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Märkte in den kommenden fünf Jahren weiter verändern werden.

Mittelständler unterschätzen das Risiko Cyber-Kriminalität

Ein Teil der Befragten sieht diesem technologischen Wandel mit Sorge entgegen – 68 Prozent (gegenüber 74 Prozent bei den börsennotierten Unternehmen). Das mit der Digitalen Transformation einhergehende zunehmende Risiko von Cyber-Kriminalität fürchten 59 Prozent (CEOs: 65 Prozent). Doch gerade Familienunternehmen und Mittelständler sind besonders gefährdet, da sie oft weniger finanzielle und personelle Ressourcen haben, um in neue Technologien und Cyber-Sicherheit zu investieren. Dadurch steigt das Risiko. Das belegt auch die kürzlich von PwC veröffentlichte Studie ‚Im Visier der Cyber-Gangster‘. Danach war jedes fünfte Unternehmen 2016 Opfer einer Cyber-Attacke – im Jahr zuvor war es nur jedes zehnte.

(PwC / Viola C. Didier)


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