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Forschung und Entwicklung (FuE) im Mittelstand


Eine bessere Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln erhöht erster Linie die FuE-Ausgaben von bereits FuE-treibenden Unternehmen. | ©Egor/fotolia.com

Innovationen sind eine wichtige Stellschraube, um die Wettbewerbsposition eines Unternehmens zu sichern oder auszubauen. Die Innenfinanzierungskraft bestimmt dabei den Umfang der FuE-Ausgaben im Mittelstand, zeigt eine aktuelle Analyse der KfW Research.

Die KfW-Analyse untersucht, welchen Einfluss die Innenfinanzierungskraft und die Bonitätsbeurteilung der Mittelständler darauf haben, ob diese FuE betreiben und wie viel sie für FuE ausgeben. Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Innenfinanzierungskraft die Höhe der FuE-Ausgaben positiv beeinflusst. Mittelständler mit einer hohen Umsatzrendite geben 14 % mehr für FuE aus als Unternehmen mit einer mittleren Umsatzrendite. Dagegen steigt die Wahrscheinlichkeit, FuE zu betreiben, nur geringfügig.

FuE-Ausgaben unterscheiden sich von anderen Investitionen

Eine hohe Innenfinanzierungskraft führt zu einer um 2,2 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit, selbst FuE zu betreiben. Von der Bonitätsbeurteilung gehen dagegen keine solchen Wirkungen auf die FuE aus. Damit unterscheiden sich die Ergebnisse für FuE von jenen für Investitionen. Vor allem die Höhe der Investitionen hängt stark von der Unternehmensbonität ab. Erst in zweiter Linie kommt für die Investitionen auch der Innenfinanzierungskraft eine Bedeutung zu.

Abhängigkeit von FuE von Innenfinanzierungskraft

Grund für die hohe Abhängigkeit von FuE von der Innenfinanzierungskraft sind spezifische Merkmale, wie hohe Unsicherheit über Erfolg und Schwierigkeiten der Bewertung durch Externe. Hinzu kommt, dass bei FuE-Projekten nur wenige materielle Vermögenswerte entstehen, die zur Besicherung von Bankkrediten geeignet sind. Diese Faktoren erschweren eine externe Finanzierung, selbst bei Unternehmen mit einer generell guten Bonität.

(KfW  / RES JURA Redaktionsbüro)


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