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Grundlegendes Change Management für Frauenquote


Die Einführung und Umsetzung von Diversity ist definitiv kein Sprint. Alles in allem handelt es sich um einen langfristigen und nachhaltigen Prozess. | ©alphaspirit/fotolia.com

Es ist ein alter Hut – es gibt zu wenige Frauen an der Spitze. Für eine erfolgreiche Umsetzung von Diversity fällt besonders den Führungskräften, von CEO und Aufsichtsrat bis zur Teamleitung, eine Schlüsselrolle zu – sie müssen gewissermaßen für die Umsetzung der Ziele zu mehr Geschlechtergleichheit zur Verantwortung gezogen werden.

Es gibt zu wenige Frauen in Führungspositionen. In der IT beträgt der Frauenanteil gerade einmal 16 %, wie die letzten Zahlen des Interessensverbands eco belegen. In Führungspositionen wird die Luft gleich noch einmal dünner. Umso verständlicher, dass auch IT-Unternehmen vor diesem Hintergrund Frauenförderung längst als Image-Polierer für sich entdeckt haben. Zudem können mehr Frauen hoffentlich den allzeit monierten Fachkräftemangel lindern. So überschlagen sich die Firmen mit vollmundigen Ankündigungen, der Employer Brand soll schließlich profitieren. In vielen Fällen werden die Versprechen aber nicht eingelöst – denn an Konzepten mangelt es nicht, aber an der Umsetzung.

Diverse Teams erzielen bessere Ergebnisse

Dabei sollte jedes Unternehmen Interesse haben, seinen Frauen-Anteil signifikant zu erhöhen. Diverse Teams – in diesem Fall bezogen auf Geschlechtervielfalt – erzielen bessere Ergebnisse und bringen nachhaltigere Innovationen hervor als monokulturelle und im Fall der IT-Branche meist reine Männer-Teams. Frauen gehen oftmals anders an Entscheidungssituationen heran. In gemischtgeschlechtlichen Teams entsteht dadurch eine zusätzliche Perspektive, die insgesamt zu besseren Lösungen führen kann. Diversität wirkt sich also positiv aus: kulturell, fachlich und letztlich auch kommerziell. Daran lassen Studien und Expertenmeinungen keine Zweifel aufkommen. Und trotzdem tun sich viele Firmen schwer, den „Frauen-Verstand“ zu schätzen.

Grundlegende Change-Management-Prozesse erforderlich

Um Vielfalt und Gleichstellung am Arbeitsplatz nachhaltig und effizient zu verankern, reicht eine Aufnahme in die Unternehmensleitlinien nicht aus. Vielmehr bedarf es grundlegender Change-Management-Prozesse, die alle Mitarbeitenden eines Unternehmens während der Veränderung begleiten. Durch sie muss letztendlich die Umsetzung erfolgen.

Ein echter Change-Management-Prozess wird natürlich auch vom Management getrieben: Für eine erfolgreiche Umsetzung von Diversity fällt besonders den Führungskräften, von CEO und Aufsichtsrat bis zur Teamleitung, eine Schlüsselrolle zu – sie müssen gewissermaßen für die Umsetzung der Ziele zu mehr Geschlechtergleichheit zur Verantwortung gezogen werden.

Die Einführung und Umsetzung von Diversity ist definitiv kein Sprint. Alles in allem handelt es sich um einen langfristigen und nachhaltigen Prozess, dessen Maßnahmen dann aber entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Will man das Potenzial diverser Teams für sich heben, reichen reine Lippenbekenntnisse allerdings nicht aus.

(adesso / RES JURA Redaktionsbüro)


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