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Industrieschwäche strahlt auf gesamte deutsche Wirtschaft aus


Die exportorientierte deutsche Industrie leidet unter weltweiten Handelskonflikten, dem bevorstehenden Brexit und der Beschäftigungsentwicklung. | ©vizafoto/fotolia.com

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im Juli weiter spürbar, auf nunmehr nur noch 90 Punkte – den tiefsten Stand seit gut sechseinhalb Jahren. Für das laufende dritte Quartal ist demnach ein Rückgang der hiesigen Wirtschaftsleistung um 0,1 % zu erwarten.

Das Konjunkturbarometer spiegelt wider, dass sich die Flaute in der Industrie zusehends festsetzt und mittlerweile gar auf die gesamte deutsche Wirtschaft ausstrahlt. „Die Auftragslage verschlechtert sich, die Verbraucherinnen und Verbraucher werden skeptischer und selbst der bislang so robuste Arbeitsmarkt verliert an Fahrt – keine guten Aussichten für das laufende Quartal“, konstatiert DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.

Risiken für die deutsche Industrie sind hoch

Das endlose Gezerre um den Brexit und insbesondere die von den USA ausgehenden Handelskonflikte, deren Fortgang kaum berechenbar ist, belasten die Investitionen weltweit – und damit insbesondere die auf diese Gütergruppe ausgerichtete deutsche Wirtschaft. Die Risiken für die deutsche Industrie und zunehmend auch für die Beschäftigungsentwicklung sind hoch.

Stagnation erwartet

„Die insgesamt gute Einkommensentwicklung dürfte jedoch die Dienstleister hierzulande stützen, vor allem die konsumorientierten wie etwa den Einzelhandel“, sagt Simon Junker, Experte für die deutsche Wirtschaft. Indes zeichnet sich auch für das zweite Quartal derzeit kaum mehr als eine Stagnation ab.

(DIW Berlin / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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