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Internationaler Dienstleistungshandel nimmt zu


In Deutschland wird rund ein Viertel aller Dienstleistungsexporte von Industrieunternehmen getätigt. | ©NicoElNino/fotolia.com

Weltweit lässt sich ein struktureller Wandel hin zu Dienstleistungen beobachten. Deutschland ist zwar im europäischen Vergleich immer noch relativ stark von Industrieunternehmen geprägt, doch auch hier ist der Anteil von Dienstleistungen an den gesamten Exporten deutlich gestiegen.

Rund ein Viertel der globalen Exporte sind Dienstleistungen. Auch in Deutschland, das im europäischen Vergleich noch immer stark industriell geprägt ist, spielen Dienstleistungen eine wachsende Rolle. Sie machten zuletzt fast 70 % der Wirtschaftsleistung und rund 18 % der Exporte Deutschlands aus. Unternehmen, die Dienstleistungen exportieren, sind größer, produktiver, zahlen höhere Löhne und sind häufiger in ausländischem Besitz als nicht exportierende Unternehmen.

Digitalisierung stärkt mittelständischen Dienstleistungsexport

Im Mittelstand machen Dienstleister fast drei Viertel aller Unternehmen aus. Kleinere Unternehmen sind relativ stärker von restriktiver Regulierung im Dienstleistungshandel betroffen und könnten von einem Abbau von Handelsschranken besonders profitieren. Positiv auf ihre Exportaktivitäten dürfte sich auch die fortschreitende Digitalisierung auswirken.

Unternehmensnahe Dienstleistungen werden wichtiger

Insbesondere unternehmensnahe Dienstleistungen wie Forschung und Entwicklung, Rechts- Steuer- oder Wirtschaftsberatung sowie Informations- und Kommunikationsdienstleistungen gewinnen im internationalen Handel an Bedeutung. Sie machen heute rund 55 % der Dienstleistungsexporte und 47 % der Dienstleistungsimporte Deutschlands aus.

(KfW / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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