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KfW-Wettbewerbsindikator: Nachhaltigkeit ist Trumpf


Im Rahmen des KfW-Wettbewerbsindikators 2016 wurden mehr als 3.100 Unternehmen mit 50-500 Beschäftigten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Russland, China, Brasilien, Japan und den USA zu ihren CSR-Aktivitäten befragt. | © Andrey Popov/fotolia.com

Ein verantwortungsvolles und auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtetes Verhalten ist vielen Mittelständlern außerordentlich wichtig. Neun von zehn Mittelständlern weltweit haben sich in den vergangenen zwei Jahren für soziale oder ökologische Ziele engagiert.

Mittelständler weltweit setzen sich für gute Arbeitsbedingungen in ihrem eigenen Unternehmen ein, achten auf soziale Mindeststandards bei Lieferanten oder engagieren sich für den Klima- und Umweltschutz. Dies zeigt eine Sonderauswertung des KfW-Wettbewerbsindikators 2016, für den mehr als 3.100 kleine und mittlere Unternehmen in zehn wichtigen Volkswirtschaften Europas und der Welt unter anderem zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) befragt wurden.

CSR hat höchste Priorität

Die Sicherstellung guter Arbeitsbedingungen im eigenen Unternehmen ist dabei in allen Ländern die CSR-Aktivität, der die Mittelständler die größte Bedeutung beimessen. Jedes zweite der befragten Unternehmen setzt sich hierfür ein. Der deutsche Mittelstand liegt mit etwa 41% etwas unter dem Durchschnitt. Hier zu Lande sind die Standards im internationalen Vergleich schon sehr hoch und die Arbeitsbedingungen deutlich besser als in vielen anderen Regionen. „Gute Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass mittelständische Unternehmen im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte erfolgreich sein können“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil

Die Verbesserung der Energieeffizienz ist zudem das Thema, das aus Sicht der Mittelständler weltweit am stärksten an Bedeutung gewinnen wird. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen geht davon aus, dass das Thema für sie in den kommenden Jahren wichtiger wird. „Mit der Umsetzung des internationalen Klimaabkommens, die auch Gegenstand des Weltklimagipfels 2017 in Bonn sein wird, dürfte sich der Druck zu einem effizienteren Umgang mit Energie auch im Mittelstand weiter verstärken“, so Zeuner. „Die deutschen Unternehmen haben hier schon einige Fortschritte erzielt. In Zukunft werden sie sich jedoch weiter anstrengen müssen, da Energieeffizienz zunehmend zum Wettbewerbsvorteil wird.“

Klima- und Umweltschutz bleibt hierzulande wichtig

Auch über das Thema Energieeffizienz hinaus engagieren sich die deutschen Mittelständler überdurchschnittlich stark für den Klima- und Umweltschutz. Gut jedes dritte kleinere und mittlere Unternehmen gab an, in den letzten zwei Jahren in diesem Bereich aktiv gewesen zu sein. Auf internationaler Ebene setzt sich nur rund jedes vierte Unternehmen für den Klima- und Umweltschutz ein.

(KfW / Viola C. Didier)


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