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Kooperation zwischen Mittelstand und Start-ups zahlt sich aus


Erfolgsversprechend sind Kooperationen, wenn die Partner komplementäre Fähigkeiten einbringen und daraus eine Win-Win Situation entsteht. Aus diesem Grund können Kooperationen zwischen dem etabliertem Mittelstand und Start-ups eine sehr vielversprechende Unternehmensstrategie sein. | ©chombosan/fotolia.com

Kooperieren Mittelständler mit innovativen Gründungen, können beide Seiten davon profitieren:  Während sich Start-ups durch die Kooperation den Zugang zu einem großen Netzwerk sowie branchenspezifischem Know-how erschließen, motiviert Mittelständler der Zugang zu neuen Technologien und hochqualifizierten Fachkräften.

Wenn der etablierte Mittelstand mit Start-ups kooperiert, erhalten Gründungen branchenspezifisches Know-how sowie Zugang zu Ressourcen und einem großen Netzwerk. Mittelständische Unternehmen können mit Hilfe modernster Technologien und dem Wissen von hochqualifizierten Fachkräften beispielsweise die Digitalisierung ihres eigenen Geschäftsmodells weiterentwickeln und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Grundvoraussetzung: Partner auf Augenhöhe und Offenheit

Voraussetzung für eine erfolgreiche Partnerschaft ist jedoch, dass sich sowohl die Vertreter des mittelständischen Unternehmens als auch der innovativen Gründung intensiv mit dem jeweils anderen Partner beschäftigen: „Die potenziellen Kooperationspartner müssen sich auf Augenhöhe und mit der notwendigen Offenheit begegnen. Vor allem mittelständische Unternehmen haben jedoch oftmals Vorbehalte und ein vergleichsweise stark ausgeprägtes Sicherheitsdenken. Für innovative Gründer besteht die Herausforderung hingegen darin, die komplexeren Entscheidungsmechanismen des mittelständischen Unternehmens zu akzeptieren. Zudem müssen sie den spezifischen Nutzen ihres Vorhabens für den Mittelständler deutlich machen können“, erklärt Prof. Dr. Friederike Welter. Unter ihrer Leitung hatten Wissenschaftler des IfM Bonn und der Universität Siegen Interviews mit Unternehmern, Investoren und Verbandsvertretern zum Thema Kooperationen geführt.

Wie sieht die Zusammenarbeit aus?

„Prinzipiell stehen interessierten Kooperationspartnern verschiedene Formen der Zusammenarbeit zur Verfügung – vom formlosen Unterstützungsmodell bis hin zum Investitionsmodell. Die Ausgestaltung und Intensität der Kooperation ist letztlich abhängig von den Zielen, die beide Seiten verfolgen. Aber auch Aspekte wie die Unternehmerpersönlichkeit, regionale Distanz oder bestimmte Branchenspezifika spielen hierbei eine Rolle“, berichtet die Präsidentin des IfM Bonn, die zugleich einen Lehrstuhl an der Universität Siegen inne hat. Ein Problem stellt zudem noch immer der Weg dar, wie mittelständische Unternehmen und innovative Unternehmen zueinanderfinden, selbst wenn es bereits Netzwerkveranstaltungen und Matching-Formate gibt.

 (IfM Bonn / Viola C. Didier)


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