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Managergehälter in DAX-Unternehmen


Der rechtliche Rahmen für Vergütungspolitik und Vergütungsbericht wird ab Mai 2019 um die novellierte Aktionärsrechterichtlinie (ARR) erweitert. | © weyo/fotolia.com

Wie hat sich die durchschnittliche Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder der im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten Unternehmen seit 1990 entwickelt? Die Fraktion Die Linke will dies in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen.

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018 konstatiert, dass das Verhältnis der durchschnittlichen Vorstandsvergütung in DAX-Unternehmen zur Vergütung der jeweiligen Konzernbelegschaft im Jahr 2017 beim 71-fachen lag, im Extremfall sogar beim 159-fachen. Dennoch verfügt die Bundesregierung nicht über Informationen zur Vergütung von Managern der im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten Unternehmen. Es handele sich hierbei um grundsätzlich frei verfügbare Informationen, die überwiegend den veröffentlichen Finanzinformationen der einzelnen Unternehmen entnommen werden, schreibt die Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.

Regulierung durch Aktiengesetz

Darüber verweist die Bundesregierung auf eine Vielzahl vorhandener, öffentlich zugänglicher Studien und die sonstigen Veröffentlichungen zu diesem Themenkomplex, deren Ergebnisse sich die Bundesregierung jedoch nicht zu Eigen mache. Derzeit werde die Vergütung der Vorstände einer börsennotierten Aktiengesellschaft in Deutschland durch das Aktiengesetz (AktG) reguliert. Angesichts der geplanten Neuregelungen zur Vergütung von börsennotierten Unternehmensvorständen durch das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) sehe sich die Bundesregierung derzeit zu keinen Schlussfolgerungen bezüglich der Effektivität der gegenwärtig bestehenden Regelungen veranlasst.

(Dt. Bundestag / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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