Kategorien

Mittelstand setzt auf weibliche Führungskräfte


Mehr Erfolg mit mehr Frauen: 19 % der erfolgreichen, aber nur 13 % der weniger erfolgreichen Firmen haben eine oder mehrere Frauen im Aufsichtsrat. | © motorradcbr/fotolia.com

Dort, wo eher noch traditionelle Ansätze zu vermuten wären als bei großen, internationalen Konzernen, werden Forderungen nach einem höheren Frauenanteil in Unternehmensleitung und Aufsichtsrat bereits weitgehender erfüllt als in der gesamten Breite der Unternehmen in Deutschland.

Die aktuelle Deloitte-Studie „Arbeitswelten 4.0 im Mittelstand“ zeigt, dass eine Korrelation von hohem Frauenanteil in Unternehmen bzw. Führungsgremien und dem Erfolg der Firma besteht. Frauen in Führungsetagen sollten heute die Regel und nicht die Ausnahme sein. Geht es um den Mittelstand, ist diese Forderung weitgehend erfüllt. Bereits die Tatsache, dass die Studienteilnehmer bei der Frage nach einer Diversity-Strategie eine solche nur zu einem sehr geringen Anteil für Frauen vorhalten, lässt den Schluss zu: Hier besteht subjektiv kaum noch Handlungsbedarf. De facto befinden sich heute rund 18 % Frauen in mittelständischen Führungspositionen, wohingegen es bei Großunternehmen nur 8 % sind. 85 % der Konzerne haben sogar ausschließlich männliche Führungsgremien.

Höherer Frauenanteil bei erfolgreichen Unternehmen

Die Studie unterscheidet innerhalb der untersuchten Mittelständler zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen. Hier zeigt sich, dass erfolgreiche Unternehmen stärker auf Frauen setzen: Sind die Zahlen für Vorstände noch gleich, so haben 19 % der erfolgreichen, aber nur 13 % der weniger erfolgreichen Firmen eine oder mehrere Frauen im Aufsichtsrat. Auch bei der Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen gibt es Unterschiede: In den erfolgreichen Unternehmen arbeiten 41 %, in den weniger erfolgreichen nur 34 % Frauen.

(Deloitte  / RES JURA Redaktionsbüro)


Top