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Steuer auf Aktienkäufe von Großkonzernen


In Frankreich werden sämtliche Transaktionen von im Inland emittierten Aktien besteuert, und zwar von Unternehmen, deren Marktkapitalisierung bei mehr als 1 Mrd. Euro liegt. | ©NicoElNino/fotolia.com

In Zusammenarbeit mit Frankreich werden derzeit mögliche Ausgestaltungen einer Finanztransaktionssteuer (FTT) nach dem französischen Vorbild erarbeitet. Wie viele Unternehmen davon betroffen wären, erklärt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP.

Über viele Jahre konnte bei den Verhandlungen zur FTT kein Durchbruch erzielt werden. Deutschland und Frankreich haben daher beim Ministertreffen auf Schloss Meseberg zwischen den Finanzministern am 19.06.2018 beschlossen, den stockenden Verhandlungen einen neuen Impuls zu geben und sich zum Ziel gesetzt, die Verhandlungen auf der EU-Ebene zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Aktien von insgesamt 632 Unternehmen betroffen

Bei einer Umsetzung des gemeinsamen deutsch-französischen Vorschlags zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die beim Erwerb von Aktien von Gesellschaften mit Hauptsitz in einem Mitgliedstaat der EU und mit einer Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde Euro erhoben würde, wären Aktien von insgesamt 632 Unternehmen in den übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union betroffen. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP hervorgeht, befinden sich davon 306 Unternehmen in Großbritannien. 85 Unternehmen befinden sich in Schweden, 63 in den Niederlanden, 36 in Irland und 35 in Dänemark.

145 Unternehmen aus Deutschland

Im Gebiet der Verstärkten Zusammenarbeit der Europäischen Union, zudem auch Deutschland und Frankreich gehören, wären insgesamt 514 Unternehmen betroffen. Darunter sind nach Angaben der Bundesregierung 145 Unternehmen aus Deutschland, 140 aus Frankreich, 66 aus Spanien, 30 aus Belgien und 26 aus Österreich. Wie es in der Antwort weiter heißt, tritt die Bundesregierung dafür ein, die Verhandlungen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene erfolgreich zu Ende zu bringen. Diesem Ziel diene der von den Finanzministern Deutschlands und Frankreichs erarbeitete neue Vorschlag.

(Dt. Bundestag / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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