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Studie: DAX-Pensionswerke in volatilem Marktumfeld


Die Studie „DAX-Pensionswerke 2018“ basiert auf den Geschäftsberichten der DAX-Unternehmen, einschließlich der Anhangsangaben zu den Pensionsverpflichtungen sowie weiterer öffentlich zugänglicher Daten. Per 25. März 2019 hatten 28 Indexmitglieder ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. | ©tadamichi/fotolia.com

Die DAX-Unternehmen setzen auf eine gute bAV im Wettbewerb um gute Mitarbeiter – und sie managen ihre Pensionswerke professionell. Das zahlt sich gerade in engen Personalmärkten und einem volatilen Kapitalmarktumfeld aus, zeigt die Studie „DAX Pensionswerke 2018“ von Willis Towers Watson.

Die Pensionsverpflichtungen der DAX-Unternehmen sind 2018 um 4,7 % auf 364 Milliarden Euro (2017: 382 Milliarden Euro) gesunken. Etwas stärker gaben die Pensionsvermögen nach: um 5,4 % auf 244 Milliarden Euro (2017: 258 Milliarden Euro). Die Veränderungen sind zum einen auf größere Unternehmenstransaktionen sowie eine geänderte Zusammensetzung des DAX zurückzuführen. Zum anderen führte eine schwierige Lage am Kapitalmarkt zu negativen Erträgen aus den Pensionsvermögen. Der spezifische Ausfinanzierungsgrad blieb dank eines sorgsamen Managements der Pensionswerke dennoch nahezu stabil. Er sank 2018 im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 67 %. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „DAX Pensionswerke 2018“ von Willis Towers Watson.

bAV als bedeutender Posten in der Bilanz

Im Durchschnitt belaufen sich die Pensionsverpflichtungen auf rund 15 % und die Pensionsvermögen auf rund 10 % der Bilanzsumme der DAX-Unternehmen. Dass die bAV einen sehr hohen Stellenwert bei Unternehmen hat, ist darüber hinaus an den hohen Dotierungen abzulesen: Insgesamt wurden 2018 rund 11,8 Milliarden Euro in die Pensionswerke dotiert – etwas weniger als 2017 (13,0), aber mehr als 2016 (10,6 Milliarden Euro).

Lebenserwartung steigt – Pensionsverpflichtungen steigen mit

Angepasst wurden 2018 die Berechnungsgrundlagen für die bAV auf Basis neuer Statistiken. Weil die Lebenserwartung der Menschen weiter steigt, steigen auch die Pensionsverpflichtungen – allerdings um überschaubare 1 bis 2 %. Hanne Borst, Leiterin Actuarial Consulting bei Willis Towers Watson Deutschland erläutert: „Die allgemeinen Sterbetafeln bilden eine robuste Berechnungsgrundlage. Insbesondere größere Unternehmen schauen sich aber ihre Belegschaften genau an und erarbeiten unternehmensindividuelle Berechnungsgrundlagen, um die Zahlungsströme bestmöglich planbar zu machen.“ Fünf DAX-Unternehmen haben im Jahresabschluss 2018 unternehmensspezifische Richttafeln angewandt.

(Willis Towers Watson / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


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