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Staatliche AR-Eingriffe

Das Thema der rechtswissenschaftlichen Dissertation von Werthmüller liegt mit Händen zu greifen seit dem Tag in der Luft, an dem gesellschaftspolitisch die Idee einer „Frauenquote“ geboren wurde. Jetzt also sollen die „Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Intervention im Bereich der Aufsichtsratsbesetzung … und deren Folgen“ beleuchtet werden (S. 25). Zudem will der Autor weitere „Grundfragen, wie beispielsweise nach der Zulässigkeit, Sinnhaftigkeit und den Konsequenzen von Quotenregelungen“

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DCGK-Kommentar: Neu

Gerade einmal 20 Monate nach Erscheinen der Vorauflage (s. „Der Aufsichtsrat“ 2016, S. 135) legen Verlag und Herausgeber des „ältesten“ DCGK-Kommentars schon wieder eine Neuauflage vor. Nach Verlagsangaben erfolgt dies uneigennützig, um zu verhindern, „unseren Lesern über eine längere Zeit ein in wesentlichen Teilen veraltetes Hilfsmittel an die Hand zu geben“ (S. V). Die kritische Durchsicht ergibt, dass man auch etwas bescheidener hätte formulieren und mit der so dringlichen Neuauflage durchaus

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Interne Revision für AR?

Die Interne Revision ist unzweifelhaft eine wichtige und zentrale Management-Unterstützungsfunktion; deren Bedeutung und Funktion ist auf dieser Ebene ebenso unstreitig wie im Detail problembehaftet. Zahlreiche Fragen sind zu klären, von der Besetzung über die hierarchische Einbindung bis hin zur Kommunikations- und Informationsstruktur – alles Herausforderungen, denen nur selten mit Pauschallösungen Rechnung getragen werden kann. Die IR-Praktiker Wendt und Eichler greifen in ihrem kleinen Ratgeber

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Compliance-Verstöße

Kordt, Die Untersuchung von Compliance-Verstößen, Nomos: Baden-Baden 2016, 256 S., 68,00 €. Die Compliance der Unternehmen ist in aller Munde, so kann es kaum überraschen, dass Kordt sich in seiner rechtswissenschaftlichen Dissertation dem Thema mit dem Fokus „Zusammenwirken und Wahrnehmung eigenständiger Verantwortung von Vorstand und Aufsichtsrat“ annimmt. Die Fragestellung ist so komplex wie praxisnah. Soweit nicht bereits konkrete Konflikte virulent sind, erscheint es naheliegend, dass

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Haftung bei externem Rat

Hieronymi, Die Haftung des aktienrechtlichen Vorstands bei Einholung externer Beratung, Heymanns: Köln 2017, 294 S., 79,00 €. „Bei nahezu allen Fragestellungen … können sich Lücken im eigenen Fachwissen und damit in der Fähigkeit, Aufgaben zu beurteilen und Probleme zu lösen, offenbaren“ (S. 1 f.). Diese sehr menschliche Erkenntnis steht schon fast in missionarischer Funktion am Beginn der Dissertationsschrift von Hieronymi. Er hat sich die Aufgabe gestellt, „die Einholung externer Beratung

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Unlautere Praxis

Marschdorf, Früherkennung unlauterer Geschäftspraktiken, E. Schmidt: Berlin 2016, 157 S., 29,95 €. „Die Tugenden, welche ein Aufsichtsratsgremium für die Identifizierung von … Warnsignalen anwendet, sind Tapferkeit, Besonnenheit sowie Klugheit und Weisheit“ (S. 6 f.). Der mit großer, national wie international bewährter Praxiserfahrung ausgestattete Autor weiß, dass „die Manipulation von … Beschaffungsprozessen und Korruption“ untrennbar zusammengehören (S. 5). Das kleine Kompendium hat es

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Beiratspraxis

Barsch, Die Rechtspraxis von Beiräten in Familienunternehmen, Nomos: Baden-Baden 2017, 305 S., 79,00 €. Die „quantitative und qualitative Untersuchung von 34 Familienunternehmen zu Statuten ihres Beirats oder Aufsichtsrats“ – so der etwas längliche Untertitel der juristischen Dissertation von Barsch – ist ein echter Glücksfall: Das Untersuchungsziel ist ein „Blick hinter die Kulissen“, eine Analyse der sehr heterogenen Ausgestaltung freiwillig eingerichteter Gremien in Familienunternehmen. „Jeder

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Offene Interessenkonflikte

Berner, Die Pflicht des Aufsichtsrats zur Offenlegung von Interessenkonflikten, P. Lang: Frankfurt/M. 2017, 274 S., 68,95 €. Eine weitere juristische Doktorarbeit ist dem aktienrechtlichen Interessenkonflikt gewidmet. Entsprechend der rechtstheoretischen Fundierung der Analyse – „Betrachtet im Lichte der allgemeinen Dogmatik des Interessenkonflikts im Privatrecht“ (so der Untertitel) – wird das zentrale Untersuchungsobjekt hinreichend abstrahiert formuliert: „Der Interessenkonflikt ist die Gefahr

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